Neues Projekt: „Zero Waste Egg Farming“ – Wie ein lokaler Lehrer, eine KI und ich einen E-Learning-Kurs bauen (Teil 1)
Wer meinen Blog aufmerksam verfolgt, weiß: Die Philippinen haben es mir angetan. Erst kürzlich berichtete ich von der unvergesslichen Vater-Sohn-Motorradreise durch dieses faszinierende Land. Doch meine Verbundenheit zu den Philippinen geht mittlerweile weit über das Reisen hinaus. Heute möchte ich euch den Startschuss für ein neues Herzensprojekt vorstellen: Die Entwicklung eines digitalen Kurses zum Thema „Zero Waste Egg Farming“.
Dieser Beitrag ist der Auftakt einer kleinen Serie, in der ich euch hinter die Kulissen der Kursentwicklung mitnehme.
Die Idee: Ein geschlossener Kreislauf für die Zukunft
Die globale Landwirtschaft ist im Umbruch, und gerade auf den Philippinen hat sich die umweltschonende Geflügelzucht von einem Nischenphänomen zu einer zentralen Strategie entwickelt. Das Ziel ist ambitioniert, aber logisch: Alle Abfallströme sollen innerhalb eines geschlossenen Systems in wertvolle Ressourcen verwandelt werden.
In unserem Kurs wollen wir dieses hochspannende Wissen aufbereiten. Es geht um Konzepte wie den sogenannten „Filipino Chicken Tractor on Steroids“ – ein System, bei dem Hühner in einem geschlossenen Kreislauf gehalten werden, der landwirtschaftliche Abfälle, Reisholz und Tiermist hocheffizient verwertet. Solche regenerativen Ansätze sind nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern senken durch die Nutzung lokaler Ressourcen und innovativer Methoden und auch die Kosten für die Bauern enorm.
Das magische Dreieck der Zusammenarbeit: Negros, Deutschland und die KI
Ein solches Projekt kann man nicht allein vom Schreibtisch in Deutschland oder Shanghai aus stemmen. Die Erstellung dieses Kurses basiert auf einer für mich völlig neuen und faszinierenden Form der Kooperation:
- 1. Die lokale Expertise (Der Partner auf Negros): Die Philippinen verfügen bereits über staatliche Institutionen, die Richtlinien und Kompetenzmodule für die biologische Landwirtschaft vorgeben. Doch graue Theorie braucht Praxis. Mein Partner, ein engagierter Lehrer auf der Insel Negros, bringt genau dieses lokale Wissen und die didaktische Erfahrung vor Ort mit. Er weiß, wie die Menschen vor Ort lernen und welche Hürden – etwa das Management von extremem Hitzestress für die Tiere im tropischen Klima – in der Praxis wirklich zählen.
- 2. Der E-Learning-Architekt (Ich): Hier kommt meine Erfahrung als Trainer ins Spiel. Meine Aufgabe ist es, die komplexen biologischen Prinzipien – wie etwa die präzise 1:1:1 – Kompostformel so zu strukturieren, dass sie in einem Learning Management System (wie dem, das ich bereits als Demo betreibe) intuitiv und motivierend vermittelt werden können.
- 3. Der digitale Übersetzer (KI / Gemini): Bereits im Januar habe ich auf diesem Blog beschrieben, wie ich Google NotebookLM nutze, um meine Udemy-Kurse zu aktualisieren. Bei diesem Projekt gehen wir noch einen Schritt weiter: Wir nutzen die KI Gemini als zentralen Sparringspartner. Gemini hilft uns nicht nur dabei, die Sprachbarrieren fließend zu überwinden, sondern auch die umfangreichen Recherchen zu strukturieren. Die KI analysiert für uns landwirtschaftliche Studien, gleicht sie mit lokalen Vorgaben ab und unterstützt uns dabei, aus trockenen Fakten interaktive Lernmodule zu texten. NotebookLM verwende ich dann um die Lernmedien zu erstellen.
Wie es weitergeht
Dieses Projekt ist für mich die perfekte Symbiose aus Bildung, Technologie und grenzüberschreitender Zusammenarbeit – Themen, die tief in der DNA von kjspace verankert sind. In den kommenden Wochen werde ich euch in weiteren Beiträgen zeigen, wie wir die konkreten Module aufbauen und welche Herausforderungen uns bei der Erstellung des Kurses begegnen.
Bleibt dran!
Die Artikel zum Thema:
Module 1: Zero Waste Egg Farming Link
Module 2: VEKI³ Link
